[...] Lediglich in Neuseeland gibt es die Wuchsform der divarikaten Sträucher. Der Hauptsproß stirbt ab und es treiben rechtwinkelig zum Hauptsproß zwei neue Seitenknospen aus. [...]
Auf diese Weise wächst ein sehr kugeliger Busch mit dünnen Zweigen und kleinen Blättern heran. Es handelt sich wohl um eine Anpassung an die ausgestorbenen Moas, die als große Laufvögel verbreitet waren und sich von Pflanzen ernährten.
Die divarikaten Sträucher sind nur im Flachland verbreitet, dem Weideland der Moas. Außerdem gibt es auch Baumarten mit divarikaten Jugendstadien.
Eine andere Besonderheit ist der Epiphytimus des Myrtengewächses Metrosideros robusta. Der Samen keimt in der Astgabel des Wirtsbaumes aus, die Pflanze läßt dann Luftwurzeln nach unten wachsen, die bis zur Erde reichen. Somit erhält der Organismus die Nährstoffe aus der Erde, daraufhin schreitet das Wachstum schnell voran.
Die ehemaligen Luftwurzeln erstarken, verschmelzen stellenweise und bilden bald einen tragenden Stamm aus. Die Wirtspflanze, meist ein Baum der Gattung Dacrydium, stirbt ab.
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